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Lady: Hund ist Hund  Hund ist Hund

Bei der Auswahl eines Hundes hat man die Qual der Wahl. Die richtige Wahl zu treffen ist da nicht ganz einfach. Betrachtet man die Rassestandards, so helfen die einem auch nicht weiter; da liest man oft so schwammige Begriffe wie z. B. "besitzt ein zuverlässiges Pflichtbewusstsein", "unbestechlicher Beschützer der Familie", "geduldig mit Kindern", "anspruchsvoll oder ausgesprochen genügsamer Hund", "kein Raufer" , "hat gute Nerven", "ein ausgeglichenes Wesen", etc. ..., etc. ... ... (Bekommt man den Welpen tatsächlich schon als fertiges Produkt zu kaufen? War nur so ein Gedanke ). Inzwischen gibt es weit mehr als über 400 Rassen. Jede Rasse zeigt mehr oder weniger ein anderes Äußeres. Seriöse Züchter nehmen nur gesunde Tiere mit denen sie züchten und achten darauf dass die Zuchttiere (Eltern, Grosseltern) weder Scheu noch Aggressiv sind oder Angst zeigen.
 


Die verschiedenen Rassen unterscheiden sich hauptsächlich durch ihr Äußeres und nicht durch ihr Wesen. Rassehunde haben den Vorteil, dass Größe, Aussehen und Fähigkeiten weitgehend vorhersehbar sind. Die Aufgabe, die dem Hund zugedacht ist, bestimmt das Äußere und beeinflusst auch das Bewegungsmuster des Hundes.

Jede Hunderasse zeigt ihr spezielles Bewegungsmuster verstärkt, d.h., es ist ein übertriebenes Zeigen von "Normalverhalten". Nehmen wir hier nur das Auge (fixieren) vom Border Collie als Beispiel oder das Heben der Pfote bei den Vorstehhunden.

Jack Russel Terrier
Ein "lieber" Jack Russel

Das spätere Wesen unserer Hunde wird hauptsächlich von der Umwelt geprägt in der er aufwächst und nicht vererbt. Unter Vererbung versteht man die Weitergabe von körperlichen (äußeren) oder inneren Merkmalen wie Begabung, Anfälligkeit, Erbkrankheiten von Generation zu Generation. Rassehunde erben allenfalls Anlagen (Begabung) für ihr späteres Verhalten. Der Umgang von uns Hundebesitzern mit dem Welpen und die Umwelt in der er aufwächst bestimmen, ob der Hund später ein angepasstes Verhalten zeigt. Es ist eine Wechselwirkung zwischen den genetischen Anlagen und den Einflüssen der Umwelt die das "Wesen" des Hundes bestimmen.

Holt man sich einen Welpen, ist es wichtig darauf zu achten, wie er beim Züchter gelebt hat, was er schon alles erlebt hat und wie die Zuchthündin auf die Umweltreize reagiert. Die gesamte Umwelt mit der der Welpe in Kontakt kommt, formt sein späteres Wesen, besonders die Zeit beim Züchter ist prägend. Der Züchter und der spätere Hundehalter sitzen gewissermaßen am "genetischen Schalter ", bestimmen welchen Umwelteinflüssen der Welpe ausgesetzt wird. Wenn man das alles berücksichtigt gibt es später keine unliebsame Überraschung, wenn der vermeintliche Wachhund aus einer Spitzenzucht den Einbrecher in das Haus lässt. Natürlich gibt es auch den umgekehrten Fall: Der vermeintliche menschenfreundliche Hund bestimmt die Besucher in Ihrem Haus.

Leute, die sich für einen Mischling entschieden haben, erwarten nicht einen bestimmten Charakter oder Charakterzug von ihrem Hund wie das Menschen tun, die einen Rassehund kaufen. Für sie ist ein Hund ein Hund, den sie bestimmten Situationen aussetzen damit sich sein Wesen wunschgemäß entwickelt. Viel zu oft meinen Leute, wenn sie einen Rassehund kaufen, dass bestimmte Verhaltensmuster und Wesenseigenschaften gratis mitgeliefert werden, z.B. einen guten Jagdhund, Wachhund oder eine Rasse, die besonders kinderlieb ist.

Verschiedene Rassen haben verschiedene Anlagen oder Begabungen, hauptsächlich andere Bewegungsmuster. Huskys sind z.B. besser geeignet zum Schlittenziehen als der Dalmatiner oder der Deutsche Schäferhund. Der spätere Charakter dieses Hundes, seine Umweltsicherheit, sein soziales Verhalten werden aber hauptsächlich von den Umwelteinflüssen geprägt. Auch den Arbeitshund muss man den richtigen Umwelteinflüssen aussetzen damit sich seine Anlagen wunschgemäß entwickeln.

Auch unsere Art den Hund zu erziehen, die Auswahl der Erziehungshilfsmittel ist Umwelt und bestimmt das spätere Verhalten unserer Hunde wesentlich mit.

Einige Rassen sind, was die Erziehung sowie die Ausbildung betrifft, leichter zu erziehen, fehlertoleranter und stecken mehr weg wenn man zu aversiven Hilfsmitteln (negative Reize mittels Leinenruck, Disc-Scheiben, etc. ) greift als andere. Nur "leicht erziehbar" oder auch "leichtführig" genannt bedeutet nicht, dass diese Hunde automatisch "brav" sind. Gerade leichtführige Hunde reagieren oft (über) sensibel auf die Umwelt und lernen genauso schnell das Falsche, oft reicht da schon eine schlechte Erfahrung.

Neben der Erziehung spielt auch die richtige Beschäftigung sowie die Grundausbildung in einer Hundeschule eine große Rolle im späteren Verhalten unserer Hunde. Will man unliebsame Überraschungen vermeiden, muss man den verschiedenen Verhaltens- oder Bewegungsmustern Rechnung tragen. Nehmen wir als Beispiel den Border Collie: Border Collies sind angeblich leicht erziehbar und neigen nicht zum Jagen. Bekommt ein solcher Hund nicht die richtige Beschäftigung, wird er sich bald eine Ersatzbeschäftigung suchen und evtl. jeden Radfahrer jagen. Die sonstige allgemeine gute Erziehung und Ausbildung wird den Hund in diesem Moment nicht zurückhalten.
 

Ein Sofatiger
Ein "gefährlicher" Sofatiger

Fazit:

Hund ist Hund und doch nicht gleich Hund. Jeder Hund hat seinen ganz eigenen Charakter. Alle Hunde sind Beutegreifer. Im Rahmen der Züchtung verschiedener Rassen wurden durch Auswahl verschiedene Bewegungsmuster gezielt verstärkt bzw. abgeschwächt. Grundlage der Art der Selektion war die vom Menschen gewünschte Aufgabe, die der Hund erfüllen sollte.

Der Charakter, das Wesen des Hundes, seine Sensibilität und sein Temperament, werden hauptsächlich durch die Haltung, Aufzucht, Prägung und Sozialisation beeinflusst. Aber auch die Erfahrung und Anleitung durch uns Menschen formt den späteren Charakter des Hundes. Wichtig ist nicht nur dass der Hund erzogen wird, sondern WIE der Hund erzogen wird (aversiv oder mit positiver Verstärkung)! Die rassetypischen Begabungen (richtige Beschäftigung) müssen unbedingt berücksichtigt werden, um keine unerwünschten "Wesenszüge" und/oder "Rasseeigenschaften" zu erleben.

Jeden Hund, egal ob Rassehund oder Mischling kann man mit positiver Verstärkung erziehen und ausbilden (*). Dass es Rassen gibt die man nur mit einer "starken Hand" (aversiv) ausbilden kann um ein gutes Resultat zu erzielen, ist ein viel verbreitetes Vorurteil. Einen "Rassecharakter" gibt es schlichtweg nicht! Jeder Hund reagiert auf jede Situation anders, abhängig von seinen Erbanlagen und seinen Erfahrungen.

Der Mythos und die Vorurteile die manchen Rassen anhaften, wie z.B. "besonders kinderlieb", "guter Wachhund", nützen in jedem Falle nur dem Verkäufer der "Ware" Hund.

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