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Muppisches - Zeitgeschehen

Luxemburg, den 20. Februar 2008, aktualisiert am 21. Mai 2008

Muppegesetz,
das luxemburgische Hundegesetz
vom 09. Mai 2008

Das Parlament hat am Mittwoch, den 20.02.2008 auf das Gutachten des Staatsrats vom 27.11.2007 (doc. parl. n° 4985/6) (PDF-Datei) und des Berichts der Agrarkommission vom 13.02.2008 (doc. parl. n° 4985/7) (PDF-Datei) das neue Gesetz (LEGISLATION RELATIVE AUX CHIENS) (PDF-Datei) angenommen. Das erste Projekt, Nr. 4985/0, welches man am 31.05.2002 auf den Instanzenweg schickte, unterlag der Begründung, dass es

1. zu viele gefährliche Hunde gibt (Anmerkung: bis heute gibt es keine Statistik wie viele Hunde tatsächlich im Großherzogtum leben oder insgesamt bei den einzelnen Gemeinden gemeldet sind) und dass man

2. Vorfälle mit Todesfolge oder gravierende Bissverletzungen, wie diese in unseren Nachbarländern passiert sind, vermeiden will.

Zwischenzeitlich hat sich das Dossier entwickelt und die Befürworter dieses jetzt fertiggestellten Gesetzes, das nach der Veröffentlichung im Memorial vom 15. Mai 2008 am 01. Juni 2008 in Kraft tritt, wollen damit erreichen, dass es

       1. die Menschen vor gefährlichen Hunden schützt und

       2. die Hundehalter mehr zur Verantwortung herangezogen werden können.

Elektronische Kennzeichnung

Die Kennzeichnung aller Hunde mit Mikrochip, Kapitel 1, Art.1, war der einzige Punkt in dem Vorschlag zum heutigen Gesetz, für den sich eine übergroße Mehrheit aussprach. Besonders Leute die im Tierschutz arbeiten befürworten diese Art der Registrierung. Diese Kennzeichnung wird für die Identifizierung ausgesetzter, entlaufener oder gestohlener Tiere nur durch Registrierung in einer internationalen Datenbank effektiv.

Die Halter müssen ihre Hunde spätestens bis zum 01. Januar 2010, Kapitel 5, Art.26 (2), mit dem Mikrochip markiert haben. Die genaue Prozedur der Registrierung kann man in der Verordnung (PDF-Datei) nachlesen. Ohne Zweifel, diese Kennzeichnung hat auch ihre Vorteile, aber nicht nur. Es gibt genügend schwerwiegende Gründe, Hunde nicht so früh oder überhaupt auf diese Art und Weise zu markieren, wie der Gesetzgeber es mit diesem Gesetz jetzt verlangt. Dass die Politiker, auch auf europäischer Ebene, an keine Alternative, wie z. B. die DNA-Analyse gedacht haben, ist schade.

Durch eine DNA-Untersuchung wird der individuelle, fälschungssichere und lebenslang unveränderbare "genetische Fingerabdruck" eines Hundes bestimmt. Durch den Vergleich dieser genetischen Fingerabdrücke von Eltern und Jungtieren lässt sich die Abstammung der Nachkommen zweifelsfrei feststellen. Durch den Vergleich einer eingelagerten DNA und einer zu einem späteren Zeitpunkt genommenen Probe lässt sich auch die Identität eines wiedergefundenen Tieres feststellen. Im Gegensatz zu anderen Markierungsmethoden (z.B. Mikrochips) ist der genetische Fingerabdruck nicht manipulierbar.
Quelle: Eurofins

Kann ein Hund, aus welchen Gründen auch immer, nicht mit dem Mikrochip gekennzeichnet werden, wird es ab 2011 sehr schwer mit diesem Tier in ein europäisches Nachbarland zu reisen und sei es nur um einen Facharzt zu konsultieren.

Freilauf

Snoupy wird zur Freilauffläche gefahren
Snoupy wird zur Freilauffläche gefahren

Der obligatorische Leinenzwang, Kapitel 1, Artikel 2 (1) gilt innerhalb von Wohngebieten, in gemeinsam genutzten Transporten, in den gemeinsam genutzten Räumen der Wohnhäuser, auf öffentlichen Parkplätzen, Tankstellen und während öffentlicher Kundgebungen, auf Fahrradwegen und auf festgelegten Sportsstrecken und außerdem in Sportstätten.

Ausnahmen zum Leinenzwang, Kapitel 2, Artikel 19, gelten während den Dressurunterrichtstunden, im Rahmen des Hundesports (organisiert von einem staatlich anerkanntem Trainer für gelistete Hunde), für die Aktivitäten der Jagd-, Rettungs-, Wach-, Armee-, und Polizeihunde sowie für die Bauernhunde während des Treibens und Bewachens von Nutztieren und während der Ausbildung zum Begleithund für Behinderte

Außerhalb der Ortschaften ist der Halter verpflichtet seinen Hund unter Kontrolle zu halten und wenn es die Situation fordert, ihn anzuleinen; K1, Art. 2 (2)

Mit diesem Artikel soll gewährleistet sein, dass die Halter ihre Hunde artgerecht halten können, auch wenn es in Zukunft zeitaufwendiger und kostspieliger für viele werden wird.

Den Gemeinden überlässt der Gesetzgeber die Freiheit, K1. Art. 2, innerhalb von Wohngebieten einige Plätze zu bestimmen, auf denen in Zukunft die Hunde ohne Leine laufen dürfen, Art. 2 (3). Außerhalb der Wohngebiete darf die Gemeinde nur in Ausnahmefällen Plätze bestimmen, auf denen die Hunde an der Leine geführt werden müssen, dies aber nur dort wo häufig eine ansehnliche Anzahl von Personen verkehren, Art. 2 (4 ).

Lässt man den Hund an der falschen Stelle frei laufen,

  • kann dies zu einer Geldstrafe von 25 bis 250 Euro führen, Kapitel 3, Art 21 (1)
  • kann man mit einem Verbot belegt werden Tiere zu halten (Dauer zwischen 3 Monaten und 15 Jahren)
  • kann man dazu verurteilt werden an einem Dressur-Kurs teilnehmen zu müssen, der zwischen 15 Tagen und 3 Monaten dauern kann (Mindestdauer: 24 Stunden)
  • kann man dazu verurteilt werden als Halter an einer Ausbildung teilnehmen zu müssen (Dauer zwischen 15 Tagen und 3 Monaten; Mindestdauer: 12 Stunden), Kapitel 3, Art. 21 (3)

Die zuständigen Beamten dürfen einen Hund ergreifen und mitnehmen wenn er an der falschen Stelle frei herumgelaufen ist, Kapitel 3, Art. 23 (2). Man bedenke, auch der harmloseste Hund lässt sich nicht so ohne weiteres von einer fremden Person mitnehmen. Das Aufgreifen von Hunden ist nicht so einfach und muss gelernt werden. Fehlt die Kompetenz, kann es auch bei uns zu solchen Vorfällen kommen wie kürzlich bei unseren französischen Nachbarn. Lesen Sie diesen Artikel aus Frankreich. In Frankreich steht der Rottweiler auf der Liste der gefährlichen Hunderassen. Dort wurden drei harmlose Hunde die ausgerissen waren niedergeschossen. Ihr Vergehen war, dass sie der Rasse "Rottweiler" angehörten, ausgerissen waren, eine Gans und ein Huhn getötet hatten und bereit waren ihre Beute gegenüber einem Fremden zu verteidigen. Erwähnenswert ist noch, dass es drei Kilometer vom Ort des Geschehens entfernt, einen durch die Medien bekannten professionellen Hundetrainer gibt, der ohne weiteres die Hunde hätte einfangen können. Er wurde jedoch nicht angesprochen.

Meldepflicht

Jeder Halter muss seinen Hund in der Gemeinde, in der er seinen Wohnsitz hat, melden, Art.3(1). Die Meldegebühr beträgt mindestens 10 Euro. Den genauen Betrag legt die jeweilige Gemeinde fest. Wie man sich zu verhalten hat und die Bedingungen die eingehalten werden müssen, kann man im ersten Kapitel nachlesen. Hervorzuheben ist, dass sämtliche Hundehalter jederzeit bei Kontrollen dem zuständigen Beamten den gültigen Empfangsschein, welchen man erst durch die Anmeldung von seiner Gemeinde erhält, auf Verlangen vorzeigen müssen. Verstöße gegen diesen Paragraphen führen zu einer Geldstrafe von 25 bis 250 Euro.

Melden von gefährlichen Hunden

Jede Person, die einen Hund als gefährlich einschätzt, kann dies über seine Gemeinde beim Veterinäramt melden, K 1. Art. 9(2). Daraufhin wird ein staatlich anerkannter Tierarzt oder Beamter "mit dem Fall beauftragt". In der neuen ausgearbeiteten Version muss die antragstellende Person schriftlich genaue Angaben zu ihren Beweggründen angeben. Der Ersuchende muss die Kosten tragen wenn sich seine Einschätzung nicht bestätigt, ansonsten der Hundehalter. So besteht einerseits die Möglichkeit frühzeitige Maßnahmen zu treffen um gravierende Vorfälle vermeiden zu können; andererseits können Nachbarschaftsstreitigkeiten in Bezug auf das Gesetz nicht mehr auf dem Rücken der Hunde ausgetragen werden.

Rasseliste

Die Politik hält an ihrer Rasseliste fest, Kapitel 2, Art. 10 (1). Der Gesetzgeber bestimmt 4 Rassen

  • Staffordshire Bullterrier,
  • Mastif,
  • American Staffordshire Terrier,
  • Tosa,
  • und Hunde die von der Morphologie her den gelisteten Rassehunden ähneln und in keinem vom Agrarministerium anerkannten Zuchtbuch eingeschrieben sind. Das bedeutet: Unter diese Bestimmung können durchaus auch Rassehunde fallen. Pech für diejenigen die ihre Hunde bei der "falschen" Züchtervereinigung gekauft haben. Als zusätzliche Auflage gegenüber den anerkannten gelisteten Rassen müssen die Tiere kastriert werden.

Er stuft die Hunde dieser Rassen und "Mischlingen" als gefährlicher als andere Rassen ein und widmet ihnen ein extra Kapitel (K2). Und dies, obwohl es bisher nicht wissenschaftlich nachgewiesen ist und keine Statistik bis heute bewiesen hat, dass Hunde einer bestimmten Rasse gefährlicher sind. Punkte wie die Rasseliste, Einmischung des Gesetzgebers in private Bereiche, Kastration gesunder Hunde um nur ein paar Punkte zu nennen, machen das Gesetz für die Betroffenen anfechtbar.

Auch die Androhung, den Hund einschläfern zu lassen, Kapitel 3, Art.21 (4), wenn auch auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft, ist besonders fraglich.

In der Verordnung (PDF-Datei) zum Gesetz werden die Erkennungselemente der gelisteten Hunde aufgezählt die nicht in einem vom Staat anerkanntem Zuchtbuch eingetragen sind. Bis jetzt wurde der breiten Öffentlichkeit noch nicht mitgeteilt welche private Züchterverreinigung anerkannt wurde und welche nicht. Ein anerkannter Tierarzt oder Experte in Cynotechnie (Züchter) kann Hunde bestimmen die durch ihre Morphologie dann als gefährlich eingestuft werden.

Ausbildung und Dressur

Der Beruf des Hundetrainers und Hobby-Ausbilders sowie die vom Ministerium anerkannten Trainer für gelistete Hunde wird insoweit reglementiert, dass der Antragsteller einen schriftlichen Antrag bei dem zuständigen Ministerium einreichen muss. Er muss unter anderem in einer genauen Beschreibung sein Vorhaben vorstellen, K2. Art.16 (1). Ob diese Vorschrift ausreicht um einen "Qualitätssprung" zu erreichen, wird uns die Zukunft zeigen. Fest steht, eine bessere Hundehalter-Ausbildung ist unbedingt erforderlich, damit es in Zukunft zu weniger Zwischenfällen in der Öffentlichkeit kommt. Zu großer Optimismus wäre fehl am Platz, da die Ausbilder keinen Kontrollen unterliegen und nicht von unparteiischer Seite auf ihr Wissen geprüft werden. Wie dem auch sei, für den Kunden und Laien wird es sehr schwer, fast unmöglich werden, zwischen den verschiedenen Begleithundeprüfungs-Angeboten nach Altdeutschen-, Schwedischen- oder Schweizer-Modellen etc. ... den für sich am geeignetesten Kursus zu finden. Der verantwortungsbewusste zukünftige Hundehalter muss auf jeden Fall viel Zeit einplanen um das "Richtige" zu finden.

Die Halter der Rassen und "Mischlingen" die der Gesetzgeber als "empfänglicher" hält was die Gefährlichkeit betrifft, müssen an einer Formation und einem Dressurkurs teilnehmen K2, Art.12 (1) + Art. 16 (1). Bis neun Monate nach in Kraft treten des Gesetzes haben die Halter Zeit um beide Kurse abzuschließen. Nach erfolgreichem Abschluss, der einstimmig von den 3 Jurymitgliedern entschieden werden muss, unterliegen sie wie alle anderen Halter denselben Bestimmungen und ihre Hunde können wieder frei laufen, natürlich nur dort wo es erlaubt ist.

Auch alle anderen Hundehalter können, wenn sie mit ihren Hunden auffällig geworden sind, zu einer Formation von 15 Tagen bis zu 3 Monaten und/oder zum Besuch eines Dressurkurses von 15 Tagen bis zu 3 Monaten verurteilt werden, K.1 Art.9 (3).

Einzelheiten zum Formation- und Dressurkurs kann man in der Verordnung (PDF-Datei) nachlesen. Da diese Programme nicht ausführlich genug beschrieben sind lassen sie viel Spielraum für "persönliche Entscheidungen" der "Richter" offen.

Schlussfolgerung

Alle Hundefreunde, die mit geholfen haben 16500 Unterschriften zu sammeln, haben dazu beigetragen, dass dieses Gesetz jetzt wesentlich entschärft wurde. Geringfügige Übertretungen werden jetzt ab 25 Euro anstatt ab 251 Euro geahndet. Ebenfalls wurde der Maulkorbzwang für die gelisteten Hunde nicht obligatorisch. Hätte Frau Staatssekretärin O. Modert nicht "so klug reagiert" dann wüssten wir heute wie viele Hundefreunde es im Großherzogtum tatsächlich gibt.

Dass Hundehalter sich weiterbilden müssen ist sicherlich ein guter Ansatz. Vermehrtes Wissen hilft! Ständige Kontrolle und Weiterbildung der Züchter durch den Staat würde außerdem dazu beitragen, dass weniger Hunde mit Aufzuchtdefiziten an unbedarfte Menschen übergeben werden. Da aber die Hundehalter die einzigen sind welche in die Verantwortung genommen werden, ist die Weiterbildung der Halter extrem wichtig, um dem Ziel ein wenig näher zu kommen. Solange es Hundeschulen und Hobby-Trainer gibt, die nicht die Methoden der positiven und negativen Motivation in Puncto Ausbildung und Erziehung kennen und berücksichtigen, Autorität anwenden dort wo sie an die Grenzen des individuellen Lernens stoßen, kann der Schuss nach hinten losgehen. Wenn die Lehrer der Hundeschulen den Haltern weiterhin ihre Dressurmethoden so wie bisher vermitteln, beim Trainieren und Lehren der Kommunikation keine Beachtung schenken, werden weiterhin aus umgänglichen Hunden unhöfliche und leicht reizbare Tiere gemacht, auch dort wo alleine mit positiver Motivation gearbeitet wird.

Nach einer Studie von Dr. Ilana Reisner, von der Tierärztlichen Universität Pennsylvania, vom Januar 2002 bis Dezember 2005 über Bissvorfälle mit Kindern, wurden 111 Kinder von 103 Hunden gebissen. Davon hatten 68 Hunde einen Erziehungskurs befolgt. 69 Kinder wurden von dem eigenen Hund gebissen, davon 29 bei denen der Hund seine Ressourcen verteidigt hat. 42 Kinder wurden von einem fremden Hund gebissen, davon 22 bei denen der Hund "sein" Grundstück verteidigt hat.

Die Wichtigkeit, die manche Politiker den Hundeschulen zuschreiben, ist bei einem solchen komplexen Thema, auch bei fachlich vermittelter hoher Qualität an Wissen, nicht gegeben. Wie man in der oben genannten Studie ebenfalls lesen kann, gibt es viele unterschiedliche Situationen bei denen ein Hund gefährlich werden kann; dann hilft vor allem Aufklärung und ein gesunder Menschenverstand.

Der Begriff "gefährlicher Hund" ist irreführend, findet seine Steigerung noch im Begriff "gefährliche Rasse", seine absolute Krönung Hunde nach der Morphologie als gefährlich einzustufen und lenkt vom eigentlichem Problem ab, nämlich "wie reagiert mein Hund in bestimmten Situationen?". Lenkt somit auch von der Findung nach der richtigen Problemlösung ab. Hat und/oder macht ein Hund Probleme mit übertriebenem Territorial-Verhalten, hat er Ängste aufgrund schlechter Erfahrungen mit Kindern usw.? Wir brauchen qualifizierte Verhaltenstherapeuten, die aktuelles Wissen über "humane" und wissenschaftlich fundierte Methoden zur Aggressionsbehandlung haben.... genau diese Experten hat Luxemburg im Moment nicht.

Aus der oben genannten Studie geht hervor, dass 83 Hunde "Wiederholungstäter" waren und 25 von ihnen sogar mehr als 5x zugebissen hatten. Aggressionsmanagement und Impulskontrolle sind in solchen Fällen wohl wichtiger zu lehren, als "wie bringe ich Bewegungsmuster (Sitz, Fuß, Platz etc. ...) unter Signalkontrolle".

Das Wichtigste, das richtige Interpretieren der Hundesprache, muss in sämtlichen Kursen gelehrt werden. Priorität muss das Lernen von "höflichem Sozialverhalten" haben. Kommunikation ist allgegenwärtig und untrennbar mit dem Sozialverhalten verbunden. Die Hundehalter müssen lernen zu erkennen, "wie agiere und reagiere ich situationsbedingt richtig, damit gutes Sozialverhalten gelernt wird, erhalten bleibt oder wieder so weit wie möglich hergestellt wird".

Eine einheitliche Ausbildung für Ausbilder, nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, damit die Hundeschulen dem Hundehalter ein alltagstaugliches Familienbegleithunde-Training anbieten können, wurde leider nicht bedacht.

Wird weiterhin das Kommunikationsverhalten, so wie das in den diversen Kursen meistens bis jetzt der Fall war, "stiefmütterlich behandelt, fokussiert man sich überwiegend auf das Funktionieren der Dressur-Übungen, das man egal wie und egal mit welchen Mitteln erreichen will, dient dieses Gesetz nur den Finanzen von Hundeschulen, sowie den Vereinen und der Politik als Alibi.

Wir sind uns der Ausbildungsproblematik durchaus bewusst und kennen die Anstrengungen verschiedener Organisationen den aktuellen Zustand zu ändern. Aber nur gute Absichten reichen leider nicht aus die Ausbildungsdefizite in den Griff zu bekommen. Es genügt einfach nicht, dass verschiedene Organisationen mehr oder weniger bekannte und selbst ernannte "Hundespezialisten" zu einem Tagesseminar einladen, in welchem ihre ideologischen Standpunkte zum Thema Hundeerziehung präsentiert werden.

Ein guter Ansatz wäre, die Hundehalter-Ausbilder sowie die Allgemeinheit zu informieren, dass die Wissenschaft gerade in den letzten Jahren große Fortschritte in Puncto Hundeerziehung gemacht hat. Unserer Meinung nach sollten Wissenschaftler, wie Coppinger, Dunbar, Mech, Feddersen und Co. ihre neuersten Erkenntnisse in Vorträgen hier in Luxemburg darlegen. Jeder, egal in welchem Zusammenhang er mit Hunden zu tun hat, wäre über den neuesten Stand der Hundeforschung informiert und könnte danach Handeln.

Eselei
Fazit vum Cyrus:
"Wat si mir elo mat Ieselzegkeete geplot"

Aber wer soll das bezahlen? Hundehalter bezahlen Hundesteuern; würden die Gemeinden von diesen Steuern nur 10% in einen gemeinsamen Topf geben, dann käme eine stolze Summe zusammen um solche Konferenzen finanzieren zu können. Schlussendlich käme eine solche Investition der Allgemeinheit wieder zu gute. Dies wäre ein Weg um eine Basis zu schaffen. Die einzelnen Organisationen könnten sich daraufhin ihre Referaten für die diversen Seminare in Theorie und Praxis ohne Schwierigkeiten auswählen. Die "Spreu vom Weizen zu trennen" dürfte dann kein Problem mehr darstellen.

Es gibt also Möglichkeiten, die unseres Erachtens zum Ziel führen. Diese Möglichkeiten müssen unbedingt genutzt werden. Sonst ist zu befürchten, dass dieses Gesetz bei der ersten Gelegenheit, und die wird sich bestimmt finden, von der Politik wieder verschärft wird.

 

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