Muppen  A B C
Home     Sitemap     Kontakt     Impressum 

 ein Hund ...

 Erziehung

 Ernährung &
  Gesundheit

 Muppisches

Muppisches - Zeitgeschehen

Luxemburg, den 25. Februar 2005

Quo vadis, canis?

Für den interessierten Leser gibt es verschiedene Gründe auf Hundehompages "rumzuschnüffeln": Er beabsichtigt sich demnächst einen Hund anzuschaffen, er hat schon einen Hund erworben und will ihn richtig erziehen und ausbilden oder es gibt Probleme und er sucht Rat. Für all diese Leser haben wir diese Homepage erstellt und für alle die sich mit etwas Spiel und Spaß entspannen wollen. Unser Ziel ist es, den Hundebesitzern Informationen und Anregungen für einen besseren Umgang mit ihren Vierbeinern zu bieten.

Seit über einem Jahr arbeiten wir fleißig an unserem Webauftritt. Der richtige Zeitpunkt sich zurück zu lehnen und das Geschehen in der Hundeszene Revue passieren zu lassen. Gab es Änderungen in der Hundehaltung und im besonderen beim Haushund? Man hat den Eindruck, dass die Hundepopulation angewachsen ist. Die Statistiken aus unseren Nachbarländern zeigen jedoch schon über Jahre eine konstante Zahl. Wahrscheinlich ist es bei uns im Ländchen nicht anders. Scheinbar nehmen die Hunde eine immer wichtigere Rolle in der Familie ein und werden fast überall mitgenommen. Vor Jahren mussten sie noch wesentlich mehr Zeit alleine zu Hause verbringen. Deshalb lassen sich viele täuschen und glauben es wären mehr geworden.

Am 25. Februar 2004 ging Muppen  A B C  mit den ersten Artikeln online. Die Arbeiten dazu und am Design begannen Ende Januar 2004.

Muppengeburtstagstorte

Inzwischen liegt ein arbeits- reiches Jahr hinter uns. Wir hoffen Ihnen weiterhin eine interessante Lektüre bieten zu können.

Eine IHV-Studie (Internationaler Hundeverband) belegt die verschiedenen Gründe, sich einen Hund anzuschaffen. 83% der Befragten mögen einfach Hunde. Die Übrigen brauchen sie z. B. für die Kinder, als Wachhund oder gegen Einsamkeit. Nur sehr wenige treiben mit ihnen Hundesport und nur eine minimale Anzahl nutzt sie für die Jagd. Der Trend zum Familienhund ist also ungebrochen. Dabei gibt es zwei Hauptfraktionen in der Hundehaltung: Die einen streben eine artgerechte Haltung ihres Familienhundes mittels einer Erziehung überwiegend auf Basis der positiven Motivation an, während sehr viele andere ihre Hunde instrumentalisieren. Der Hund muss auf Knopfdruck funktionieren, am besten mit Fernbedienung. Auch jene Hundehalter, die ihren Hausgefährten ein artgerechtes Leben bieten wollen, sehen sich oft durch den öffentlichen Druck gezwungen sie zu Drangsalieren --- sie sollen besser als eine Maschine funktionieren! Widernatürliche Bedingungen, die den Hundehaltern in manchen Gemeinden aufgezwungen werden, wie permanenter Leinenzwang, zu kleine und schlecht erreichbare Auslaufplätze - wenn überhaupt vorhanden, zwingen sie zum Einsatz von Hilfsmitteln die gegen den Tierschutz verstoßen. Sie glauben sie hätten keine andere Wahl. Hier ein Beispiel für ein "derartiges Hilfsmittel" aus den USA: Eine elektrische Leine die auf Knopfdruck das Ziehen abgewöhnen soll. Leider unterstützen alteingesessene Vereine und viele Hundeschulen noch immer diese rüden Methoden, dabei sind sie aus gutem Grunde vom Gesetzgeber verboten. Wenn man die Hunde so erzieht, aversiv und manchmal sogar mit Knopfdruck, können sie zu einer Gefahr für ihre Umwelt werden, sie sind tickende Zeitbomben. Auch die meisten "neuen" Hundebesitzer sind nicht begeistert, wenn sie ihren jungen Hund und sich einem militärischen Drill unterziehen müssen, wobei man ihnen lehrt

  • sie mit Nackenschütteln zu strafen,
  • sie auf den Boden zu schmeissen (sogenannter Alphawurf),
  • sie mit Stachel- und Würgehalsbändern zu quälen.

Diese sind noch die harmloseren Methoden um den Hunden das Gehorchen beizubringen. Die unerfahrenen Hundebesitzer sind dabei nicht glücklich, oft ist ihnen das Unbehagen deutlich ins Gesicht geschrieben, sie glauben jedoch dass sie das Richtige tun. Aber es geht doch auch anders! Die Zeiten, wo Halter und Hund auf einer Wiese stramm standen oder sich nur im Kreise bewegten, sollten längst vorbei sein!

Lara und Lady beim Clickern
Lara und Lady
Moderne Erziehung
Click for Blick im Doppelpack

In der Hunde-Erziehung hat sich mit der Clickerwelle viel zum positiven gewandelt. Der Clicker wird als gewaltfreies Erziehungshilfsmittel eingesetzt, das schadet niemand. Man erhält damit genau so gute Resultate wie beim Einsatz von aversiven Erziehungshilfsmitteln (Ruck an der Leine, Teletakt, ...), jedoch ohne die Gefahren, die bei einer Erziehung mit Gewaltanwendung bestehen.

Das Internet ermöglicht dem Hundehalter schon seit langem den Zugang zu umfangreichen Informationen über die verschiedensten Erziehungsmethoden. Das führt dazu, dass diese Hundebesitzer vermehrt Ansprüche an die Hundeschulen stellen. Sie haben sich in die modernen Erkenntnisse der Lerngesetze eingelesen und erwarten, dass diese auf eine positive und natürliche Art zur Anwendung kommen. Sie legen Wert auf eine zwischenartliche Kommunikation, soweit möglich ohne jede Art von Erziehungshilfsmitteln positiver und/oder negativer Natur. Informierte Menschen wollen keine "funktionierende Maschine". Sie wollen einen gut erzogenen Begleiter und respektieren den Hund als fühlendes Lebewesen. Hätten sie eine ausreichende und richtige Beratung, würden sie auf jeden Fall auf aversive Erziehungshilfsmittel verzichten. Und genau daran mangelt es noch! Hundeschulen, die Hunde mit Methoden erziehen, die auf Vertrauen und nicht auf Angst aufbauen und auch noch in der Lage sind dies dem Halter mit viel Einfühlungsvermögen und Können zu vermitteln, sind rar. Die Hundebesitzer bestimmen mit ihrer Wahl, welche Hundeschulen sich durchsetzen werden (Angebot und Nachfrage). Der Gesetzgeber kann über Gesetze und Verordnungen dabei einen erheblichen Einfluss ausüben. Soll zukünftig die Rate der Beissunfälle drastisch abnehmen, muss die Gesetzeslage den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen angepasst werden. Oft würde auch schon die Einhaltung der aktuellen Gesetze weiterhelfen. Heute schon sind Stachelhalsbänder und Teletakt verboten, aber "wo kein Kläger da kein Richter".

Der Hundezirkus dreht sich weiter. Der Hund wird an der Seite des Menschen überleben. Die Frage ist nur wie und zu welchem Preis für Mensch und Hund?


Muppen  A B C  wünscht allen Lesern weiterhin viel Freude mit dieser Hompepage.
 

Nach Oben

Copyright © 2004 - 2008  Muppen  A B C, Luxemburg
Alle Rechte vorbehalten