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Erziehung - Allgemein
Welpenspielschule
Auf was Sie aufpassen müssen
Die Welpen müssen nicht eine Stunde lang im Kreis marschieren und
Übungen machen, sondern sie dürfen hauptsächlich spielen mit Hunden aber auch mit ihren
Besitzern. Der gröbste Fehler bei den meisten Welpengruppen ist, dass hauptsächlich nur
die Welpen untereinander spielen und kleine Übungen dazwischen gelernt werden. Achten Sie
darauf, dass auch auf die Bindung zwischen Besitzer und Hund geachtet wird. Es sollten
immer wieder kleine Pausen eingelegt werden, in denen der Besitzer und sein Hund zusammen
spielen, in einem angemessenen Abstand zur Gruppe. Ist dies nicht der Fall, können Sie
später Ihren erwachsenen Hund nur schwer daran hindern, immer wieder selbständig zu anderen
fremden Hunden zu laufen was gefährlich werden kann. Das Gelände soll aussehen wie ein
Abenteuerspielplatz, und jedes Mal umgestaltet werden.
Wenn die Welpen miteinander spielen, werden den Besitzern die
einzelnen Verhaltensweisen und Ausdrücke erklärt.
Die Spielphasen sollten durch Pausen unterbrochen werden.
Diese Zeit sollte genutzt werden um den Hundehaltern zusätzliches theoretisches Wissen zu vermitteln.
Kleine Übungen wie Sitz, Platz usw. sollten an unterschiedlichen Tagen jedem Schüler einzeln gezeigt werden.
Es sollten wenigsten zwei Übungsleiter den Kurs leiten, einer der das
Spielgeschehen im Auge behält, und von Fall zu Fall eingreift, wenn das Spiel zu grob wird,
und der dem Besitzer den Grund seiner Vorgehensweise erklärt.. Ein zweiter, der jedem Team
"Besitzer/Hund" einzeln und auf Distanz die verschiedenen Übungen beibringt.
Die Gruppe sollte nicht größer als 4 bis 5 Hunde sein, bei
mindestens zwei Betreuungspersonen. Also keine Massenabfertigung! Eine Schule, in der
immer alle zur gleichen Zeit dasselbe tun müssen, sollten Sie meiden.
Individuelles Eingehen auf einzelne Teilnehmer sollte selbstverständlich
sein.
Die Kursleiter sollten fundierstes Wissen haben um kompetente
Antworten geben zu können.
Die gängigsten Erziehungsmethoden sollten den Kursleitern mit ihren
Vor- und Nachteilen bekannt sein.
Es muss eine Selbstverständlichkeit sein, dass alle Teilnehmer auch
theoretisch geschult werden über das Lern- und Ausdrucksverhalten von Hunden und dies dann
auch bei den praktischen Übungen erklärt bekommen.
Ist Ihr Hund ängstlich und dies auch noch beim 2. Mal, gibt es keine
Fortschritte bei der Integration Ihres Hundes in die Gruppe, dann suchen Sie lieber eine
andere Hundespielschule auf.
In einer gut geführten Welpengruppe befinden sich keine rüppeligen
Junghunde die gerne die Kleinen mobben.
Von Vorteil wäre es allerdings, wenn sich einige sehr gut sozialisierte
erwachsene Hunde in der Gruppe befinden.
Zusätzlich zur Welpenschule sollte ihr Hund täglichen Kontakt mit einem sozial gefestigten Hund haben.
Hunde werden meistens im Alter zwischen 7-11 Wochen von ihren Geschwistern
getrennt, damit sie eine gute Bindung zu ihrem zukünftigen Menschen eingehen können. Es ist
unbedingt nötig, dass Ihr Kleiner weiter Kontakte zu Artgenossen hat, damit er das
Ausdrucksverhalten (Hundesprache) gegenüber anderen Hunden weiter entwickeln kann um später
bei fremden Hundebegegnungen adequates Verhalten zeigen kann.
Wichtig: Wenn Sie unsicher bei der Auswahl der Welpenspielschule sind gilt der Grundsatz:
Weniger ist manchmal mehr - oder lieber keine Hundeschule besuchen als eine Schlechte!
Besonders bei Welpen, bei denen der Grundstein für das spätere Verhalten gelegt wird, sollten Sie keine Kompromisse eingehen.
Ein anderer Welpe als Spielkamerad, abwechselnd zwei, drei sozial kompetente erwachsene Hunde als Begleiter
bei Ihren Spaziergängen sind durchaus ausreichend damit Ihr Welpe sich zu einem sozial gefestigten Hund
entwickeln kann.
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