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Ernährung & Gesundheit - Impfungen

Neue Tollwutverordnung

Deutschland

Die jährliche Tollwutimpfung wird in Deutschland nicht mehr verlangt. Das Bundesministerium für Landwirtschaft hat am 20. Dezember 2005 das deutsche Recht dem EU-Recht angepasst.

Abschnitt 1 "Begriffsbestimmungen" § 1 wurde wie folgt gefasst:

Im Sinne dieser Verordnung liegen vor:
(...)

  • im Falle einer Erstimpfung bei Welpen im Alter von mindestens drei Monaten mindestens 21 Tage nach Abschluss der Grundimmunisierung und längstens um den Zeitraum zurückliegt, den der Impfstoffhersteller für eine Wiederholungsimpfung angibt, oder

  • im Falle von Wiederholungsimpfungen die Impfungen jeweils innerhalb des Zeitraums durchgeführt worden sind, den der Impfstoffhersteller für die jeweilige Wiederholungsimpfung angibt.

Quelle: Bundesministerium der Justiz - Verordnung zum Schutz gegen die Tollwut
 
Das bedeutet, als wirksamer Impfschutz gelten nun die Wiederholungsimpfungen die innerhalb der vom Hersteller angegebenen Zeitabstände verabreicht worden sind. Diese geben in der Regel 3 Jahre an.
 
Mehr Infos bei: haustierimpfung.de

Luxemburg

Nach einer Rückfrage am Donnerstag den 2. März 2006 beim Veterinäramt in Luxemburg erhielten wir die Bestätigung, dass das EU-Recht auch für Luxemburg gilt.

EU

2005/91/EG: Entscheidung der Kommission vom 2. Februar 2005 zur Festlegung des Zeitraums, nach dem die Tollwutimpfung als gültig betrachtet wird (Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2005) 190) (Text von Bedeutung für den EWR)
 
Vertrag:
Europäische Gemeinschaft
Rechtsgrundlage:
32003R0998 -A20
 
 
Entscheidung der Kommission
 
vom 2. Februar 2005
 
zur Festlegung des Zeitraums, nach dem die Tollwutimpfung als gültig betrachtet wird
 
(Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2005) 190)
 
(Text von Bedeutung für den EWR)
 
(2005/91/EG)
 
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
 
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
 
gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 998/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Mai 2003 über die Veterinärbedingungen für die Verbringung von Heimtieren zu anderen als Handelszwecken und zur Änderung der Richtlinie 92/65/EWG des Rates [1], insbesondere auf Artikel 20,
 
in Erwägung nachstehender Gründe:
 
(...)
 
(2) Nach der genannten Verordnung muss für das Heimtier ein Ausweis mitgeführt werden, aus dem hervorgeht, dass im Einklang mit den Empfehlungen des Herstellungslabors eine gültige Tollwutimpfung - gegebenenfalls eine gültige Auffrischungsimpfung gegen Tollwut - vorgenommen wurde.
 
(3) In den Empfehlungen des Impfstoffherstellers sind der Ablauf des Impfschutzes und der Zeitpunkt, bis zu dem die Auffrischungsimpfung vorgenommen werden muss, deutlich angegeben.
 
(...)
 
HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:
 
Artikel 1
 
Unbeschadet der Anforderungen gemäß Artikel 6 und Artikel 8 der Verordnung (EG) Nr. 998/2003 wird eine Tollwutimpfung für die Zwecke von Artikel 5 Absatz 1 Buchstabe b) der genannten Verordnung 21 Tage nach Abschluss des Impfprotokolls als gültig betrachtet, das der Hersteller für die Erstimpfung in dem Land, in dem die Impfung vorgenommen wird, vorschreibt.
 
Die Tollwutimpfung wird jedoch ab dem Zeitpunkt der Auffrischungsimpfung als gültig betrachtet, wenn der Impfstoff innerhalb der Gültigkeitsdauer verabreicht wird, die der Hersteller des Impfstoffs einer vorangegangenen Impfung in dem Land angibt, in dem die vorangegangene Impfung vorgenommen wurde. Die Impfung gilt als Erstimpfung, wenn keine Veterinärbescheinigung über eine vorangegangene Impfung vorliegt.
 
Artikel 2
 
Diese Entscheidung gilt ab 7. Februar 2005.
 
Artikel 3
 
Diese Entscheidung ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.
 
Brüssel, den 2. Februar 2005
 
Für die Kommission
 
Markos Kyprianou
 
Mitglied der Kommission
 
[1] ABl. L 146 vom 13.6.2003, S. 1. Verordnung zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 2054/2004 der Kommission (ABl. L 355 vom 1.12.2004, S. 14).

Fazit

Durch diese Änderung gibt es auch hier im Lande keinen Grund seine Haustiere jedes zweite Jahr gegen Tollwut impfen zu lassen. Da diese Impfungen auch Schaden anrichten können und die Hersteller eine Gültigkeitsdauer ihres Impfstoffes von z. B. 3 oder 5 Jahren angeben, besteht keine Notwendigkeit sein Tier öfters gegen Tollwut impfen zu lassen. Katzen können sogar an der Impfstelle an Krebs erkranken (Quelle: Mein Hund - natürlich Gesund. CH). Es gab schon immer Impfstoffe, die laut Herstellerangaben eine Immunisierungsdauer für Tollwut bei Hunden von mindestens 3 Jahren und bei Katzen von mindestens 4 Jahren hatten. Nur der Gesetzesgeber hat ein Impfen in kürzeren Zeitabständen verlangt.

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